Anschlüsse passen nicht
Nicht nur ein Anfänger-Problem
Wie schon im Aufnahmeteil erwähnt, kann ein Schnitt unschön wirken, wenn zwei ähnliche Aufnahmen aneinander gehängt werden. Auch beim Schnitt kann sich diese Situation ergeben.


Deshalb:   Machen Sie zusätzliche 'neutrale' Aufnahmen
als sog. Zwischenschnitte beim Editing einsetzbar

 
Wenn eine Szene nur aus demselben Standpunkt und/oder Brennweite gefilmt wird, kann beim Schnitt nichts herausgeschnitten werden, ohne unschöne Bildsprünge zu erzeugen.

Stellen Sie sich ein Interview vor: Die Kamera ist unverändert in Portraiteinstellung (Person gross im Bild) auf die sprechende Person gerichtet. Der Sprecher macht einen Fehler und wiederholt den Satz. Wird jetzt der Teil mit dem Sprechfehler herausgeschnitten, wird im Film mindestens der Kopf des Sprechers eine ruckartige Bewegung machen (weil sich die Person in der Zwischenzeit bestimmt etwas bewegt hat).

Eine Möglichkeit, dies zu umgehen: Bevor der Sprechende den Fehler korrigiert, wechselt man die Kameraeinstellung. Entweder man wechselt die Brennweite, den Standpunkt oder noch besser beides.

Andere (universelle) Möglichkeit:
Machen Sie in allen Aufnahmesituationen einige kurze Aufnahmen (Takes) von neutralen (unabhängig von Zeit und Kamera-Standpunkt) Motiven aus der Umgebung. Gut geeignet sind Nahaufnahmen, auch CloseUps (Closeup = extreme Nahaufnahme). Eine dieser Aufnahmen wird beim Schneiden einer durchgehenden Aufnahme zwischen den beiden Teilen eingesetzt, damit ist der Bildsprung nicht zu bemerken.

Im obigen Beispiel des Interviews wären dies etwa die Hände des Sprechers. Auch eine weitwinklige Aufnahme aus der Gegenseite auf die Szene wäre denkbar. So erkennt man nicht, was der Sprecher gerade sagt und man kann diese Aufnahme als (nur-)Bild verwenden, während das Audio woanders geschnitten wird.

Solche 'Zwischenschnitte' sind das einfachste und universellste Mittel, um einen unabhängigen Schnitt zu ermöglichen.
 
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